Leseprobe

...Meine Kindheit war alles andere als schön, aber vielleicht deshalb haben mich Gruselfilme, schon als kleines Kind angezogen.
In den Pausen meiner Lehrzeit hatte ich Gruselhefte nicht nur gelesen, sondern schon regelrecht verschlungen. Dies könnte natürlich ein Anfang gewesen sein, aber in dieser Zeit habe ich noch lange nicht an Esoterik oder Hexen gedacht.
Dann kam meine erste Ehe und mein erstes Kind. Diese Zeit könnte man auch als Horror bezeichnen,.......nicht das Kind sondern die Ehezeit.

In einem Buch habe ich einmal gelesen - Eine richtige Hexe muß erst einige Male am Rande der Verzweifelung stehen, bevor sie als Hexe wirken kann.
Diese Art von Horror wollte ich aber nicht und setzte dem ein Ende - Ich ließ mich scheiden. Ein neuer Mann, eine neue Horror-Ära begann ;
In meiner damaligen Firma lernte ich meinen zweiten Mann kennen. Eine zweite Ehe und ein zweites Kind. Und hier fing damals alles an...................
Eine Kollegin erzählte mir, wie man Hausgeister ruft und wie man damit umgeht.
Meine Neugier war geweckt und so ließ ich mir alles ganz genau erklären.
Was macht eine Hausfrau, wenn sie ein neues Rezept bekommt ?
Genau, sie probiert es aus - und das wollte ich jetzt auch machen. Aber so ganz alleine wollte ich an diese Sache auch nicht ran gehen. Ich versuchte einige Personen für meine erste Seance zu finden, aber alle lehnten dankend ab, bis auf eine Kollegin, mit der ich auch privat gut befreundet war. Sie stimmte sofort zu.
Wir verabredeten uns zum Wochenende, denn erstens hatten wir dann mehr Zeit und zweitens mußte ich noch einige Dinge besorgen, die man dazu benötigte.

Das Wochenende und auch meine Kollegin kam....Wir wollten es ganz mystisch machen und warteten die Dunkelheit ab. Jetzt war es endlich soweit - es war dunkel, wir bereiteten alles vor, um nun endlich anzufangen.
Es durfte in dieser Zeit, in welcher wir versuchten, einen Hausgeist zu rufen, kein elektrisches Licht brennen. Hierfür hatte ich genügend Kerzen gekauft. Auf meinem Holztisch zeichnete ich das Alphabet auf und stellte ein kleines Glas in die Mitte.
Nun mußten noch alle Kerzen angezündet werden und das elektrische Licht abgedreht werden.
Als dies geschehen war, wurde uns allen ein wenig gruselig, denn mein Zimmer sah jetzt aus, als würden wir in einer Totenhalle stehen.
Wir hatten die vielen Kerzen im Zimmer verteilt, damit wir überall etwas sehen konnten.
Wir versuchten ernst zu bleiben und fingen mit diesem Ritual an.........

Meine Kollegin, die mir diese Anleitung gab, gab mir aber auch den Rat, ich sollte niemals das "BITTE " und das "DANKE" vergessen. Wir waren natürlich aufgeregt und so haben wir es am Anfang wirklich vergessen. Mein damaliger Mann bemerkte es und so fügte er nach langem Schweigen ein " BITTE " hinzu.
Ich weiß nicht warum, aber wir mußten darüber sehr lachen. Wir machten eine kurze Pause und wiederholten dies. Aber so oft wir es auch versuchten, jedesmal mußten wir anfangen zu lachen, wenn wir mal das Bitte vergessen hatten und es am Satzende hinzufügten.
Mit der Zeit wurde es uns zu dumm und wir brachen einfach die Sitzung ab, denn es hatte sich kein Hausgeist gemeldet. Jedenfalls dachten wir, es würde in meinem Haus, in dem ich wohne, kein Hausgeist geben.

Einige Tage vergingen, ich lag gerade in der Badewanne, als ich eine Vibration bemerkte. Das Wasser schlug kleine Wellen. Ich wollte gerade meinen Mann rufen, aber der stand im nächsten Moment schon im Bad und meinte zu mir:
"Was ist denn hier los, hast Du das auch bemerkt ? Die Gläser im Schrank sind umgefallen."
Mir wurde etwas mulmig und so machte ich, das ich aus meiner Badewanne wieder raus kam. Ich dachte, in der Gegend würden irgendwelche Sprengungen stattfinden und hatte also dafür eine normale Erklärung.
Ich erzählte meiner Kollegin von diesem Vorfall, die sofort anfing zu lächeln und mir eine andere Erklärung gab:
"Ihr habt keine Antwort vom Hausgeist erhalten, weil ihr ihn durch das Lachen verärgert habt. Außerdem habt ihr euch nicht ordnungsgemäß verabschiedet und deshalb wird er sich jetzt bemerkbar machen"
Ich dachte nur, was für ein Quatsch, von wem soll ich mich verabschieden, wenn keiner anwesend ist. Ich schüttelte nur den Kopf.
In dem Haus, indem ich wohnte, gab es im Erdgeschoß ein Geschäft und mit dem Inhaber hatte ich mich sehr gut verstanden. Als ich eines Tages von meiner Arbeit kam und in dieses Geschäft ging, fragte mich dieser Mann, ob ich vor einigen Tagen auch diese Vibrationen bemerkt hätte.
Ich nickte nur, mußte aber im selben Augenblick darüber lächeln. Andere Mieter aus diesem Haus hätten auch schon nachgefragt. Er als Geschäftsmann hätte daraufhin in der Umgebung nachgeforscht, ob es irgendwelche Gasarbeiten gab, oder ob man irgendwo in dieser Gegend Sprengarbeiten ausgeführt hatte. Wo er auch immer fragte, immer bekam er die selbe Antwort.......Nichts !
Ich muß jetzt noch erwähnen, daß ich ganz oben in der 5. Etage gewohnt hatte. Ich hatte auch das Gefühl, als diese Vibrationen waren, daß das Haus schwankt. Dies traute ich mir aber Niemandem zu erzählen, weil ich dachte, ich würde es mir nur einreden. Doch ich wurde eines besseren belehrt, denn Mieter aus meiner Etage hatten das gleiche Gefühl und sprachen darüber mit diesem Geschäftsmann und der wiederum erzählte es mir.
Langsam kam in mir der Verdacht auf, daß es doch vielleicht am Hausgeist liegen könnte und so erzählte ich diese Geschichte meiner Kollegin.
"Ja, Du hast ihn verärgert und Dich nicht entschuldigt. Wenn Du Glück hast, geht er wieder und wenn nicht, wird es in absehbarer Zeit noch einige Fälle geben, die Dich warnen werden."
Ich war zufrieden als Feierabend war, denn irgendwie ging ich an diesem Tag ängstlich nach Hause.
Ich wollte gerade die Haustür aufschließen, als mich wieder dieser Geschäftsmann ansprach :
"In deiner Wohnung stimmt etwas nicht, der Türöffner geht im ganzen Haus nicht. Es muß etwas mit dem Türöffner in deiner Wohnung zu tun haben, denn alle anderen Wohnungen haben wir schon kontrolliert."
Ich konnte mir dies alles nicht vorstellen, denn bevor ich früh das Haus verließ, machte ich noch einen Kontrollgang, ob alles seine Richtigkeit hat.
Ich glaubte nicht daran, ging nach oben und schloß meine Wohnungstür auf. Eine Gänsehaut überfiel mich. Der Hörer von meiner Sprechanlage lag im Flur und kam mir entgegen.

Ich hatte dafür keine Erklärung, aber mir war klar, ich muß hier so schnell es geht ausziehen.
Ich machte mich also auf die Suche nach einer anderen Wohnung. Wie heißt es immer so schön? Wer suchet, der findet. Ich fand eine Wohnung und war wieder beruhigt.
Doch eines Tages, wie der Zufall so spielt, fuhr ich mit meinem Auto zu diesem Geschäftsmann um zu hören, ob sich diese Spukerscheinungen wieder gelegt haben.
Im allgemeinen hatte es sich wieder gelegt, aber einen Zwischenfall gab es trotzdem noch.
Kurz nach meinem Auszug gab es einen Brand. Dieser Brand war sehr merkwürdig, denn es brannte in der 5. und in der 1. Etage gleichzeitig. Die Feuerwehr konnte diesen Brand löschen, aber die Ursache konnte man nicht klären. Menschen waren nicht zu schaden gekommen.
Als ich hörte, es hatte nach meinem Auszug gebrannt, kam mir die Erinnerung, daß es überall gebrannt hatte, wo ich einmal wohnte und wieder auszog.
War dies ein Zeichen ?
Ich wollte seit dieser Zeit mehr über Hausgeister und Spukerscheinungen wissen und so setzte ich mich hin und besorgte mir darüber Fachliteratur.

In dieser Wohnung, in der ich dann lebte, fühlte ich mich zwar wohl, aber hier kam es noch viel schlimmer...
Es entspricht der Tatsache, daß ich oft in meinem Leben umgezogen bin und die nachfolgenden Geschichten haben sich auch tatsächlich so zugetragen, wie ich sie Ihnen gleich erzählen werde, aber zwischen der Wohnung mit dem " wackelnden Haus " und den folgenden Geschichten liegen ca. - 10 Jahre.
Alles was ich Ihnen jetzt schildere, geschah in meiner Spandauer Wohnung. Dort zog ich nach der Geburt meiner Tochter 1988 ein. Durch meine vielen Erlebnisse in meinen verschiedenen Wohnungen, war ich natürlich skeptisch und erkundigte mich, wer vorher in dieser Wohnung gelebt hatte und wo er verstorben war.
Mein Vormieter war zwar ein alter Mann, soll aber im Krankenhaus verstorben sein. Ich freundete mich sehr intensiv mit zwei Frauen im Haus an. Eines Tages kam eine der Frauen zu mir und sagte, daß sie mir etwas tolles zeigen muß. Ich soll ihr dazu einige meiner Privatbilder raussuchen und diese dann mit der Bildfläche auf den Tisch legen. Sie würde dann solange das Zimmer verlassen, damit sie nicht sehen kann wer oder was auf diesen Bildern zu sehen ist. Ich wußte zwar noch nicht, was das alles zu bedeuten hatte, aber ich machte das "Spiel" mit. Sie bat mich noch, ich solle nur Bilder raussuchen, wo entweder nur eine weibliche oder eine männliche Person zu sehen sei. Davon hatte ich so einige, wollte ihr aber eine kleine Falle stellen, denn sie sagte mir:
"Ohne das ich die Bilder umdrehe, kann ich Dir sagen, ob auf dem Foto ein Mann oder eine Frau ist."
Den ganzen Tisch legte ich mit Bildern aus, aber auf einem Foto war ich mit meinem Sohn. Jetzt holte ich meine Freundin, ich nannte sie im übrigen "Maja", wieder ins Zimmer. Sie erklärte mir erst jetzt was sie vor hatte.
Sie nahm ihre Halskette dazu ab und erklärte mir das sie jetzt ein provisorischen Pendel hat und damit kann sie herrausfinden, ob auf dem abgedeckten Foto eine Frau oder ein Mann sei, obwohl sie die Bildfläche nicht sieht.
Sie pendelte über dem ersten Foto und sagte mir dann :
"Hier ist eine Frau drauf."
Ich drehte das Foto um - es stimmte. Nach ca. - 10 Fotos bat ich sie über das bewußte Foto, auf dem ich mit meinem Sohn war zu pendeln. Sie tat dieses auch ahnungslos und runzelte die Stirn. Doch ihre Antwort verblüffte mich, denn sie sagte:
"Hier sind mindestens zwei Personen drauf, männlich sowie auch weiblich."
Ich zeigte ihr das Foto und sie lächelte nur. Dann erklärte sie mir, wie das funktionierte. Ich fragte sie gleich, ob man damit noch mehr machen kann, aber darauf wußte sie keine Antwort.
Wieder etwas Neues worüber ich mehr wissen wollte. Ich holte mir zwar Bücher aus der Bücherei, merkte aber daß in jedem Buch etwas anderes steht. Gut,....dann muß ich es eben alleine ausprobieren.
Ich nahm meine Kette ab, hielt sie über meinen Handrücken und bat nun den " Pendel " er solle mir bitte mal ein Ja anzeigen - anschließend ein Nein. Jetzt wußte ich wie meine Pendelausschläge waren, denn bei jedem Menschen, sind sie unterschiedlich. Nächtelang habe ich damit verbracht Fragen zu stellen, die mit einem Ja oder Nein zu beantworten waren.
Ich mußte natürlich aufpassen, daß ich meine Fragen so stelle, damit sie auch mit einem ja oder nein zu beantworten sind. Kurz bevor ich mit dem Pendeln anfing, war ich beim Arzt, der mir sagte, daß es gut möglich sein kann, daß ich ins Krankenhaus muß. Diese Antwort wollte ich nun vorab vom Pendel wissen. Aber egal wie oft ich diese Frage stellte, er bejahte jedes Mal meine Frage. Ich muß also ins Krankenhaus. Aber wer geht schon gerne ins Krankenhaus und so dachte ich mir, vielleicht irrt sich mein Pendel.

Einige Tage später mußte ich wiederum meinen Arzt aufsuchen, der mir nun mitteilte, daß ich wirklich ins Krankenhaus muß.
Mein Arzt versuchte im Krankenhaus ein Bett zu bekommen, aber leider ohne Erfolg. Er teilte mir mit, daß ich jetzt zwar im Krankenhaus angemeldet sei, die aber im Moment kein Bett frei hätten. Das Krankenhaus würde sich dann mit mir telefonisch in Verbindung setzen.
Irgendwie war ich jetzt schockiert. Ich weiß nicht warum, aber immer abends fing ich mit meinem Pendel an, ihm Fragen zu stellen. Zu diesem Zeitpunkt mußte ich ja meine Fragen so stellen, daß mein Pendel entweder ein ja oder ein nein anzeigen konnte.
Ich fragte:
"Muß ich morgen ins Krankenhaus?" Es kam ein - nein -
Ich ging die ganzen Wochentage durch, bis ich ein Ja bekam. Es war ein Donnerstag. Also am Donnerstag meldet sich das Krankenhaus bei mir?
" JA "
Ruft das Krankenhaus mich am Mittag an?
" Nein "
Am Nachmittag?
" Nein "
Am Abend?
" Nein "
Rufen sie erst am Freitag an?
" Nein "
Sie rufen am Donnerstag an?
" Ja "
Erst jetzt fiel mir auf, daß ich den Morgen vergessen hatte und so fragte ich, ob das Krankenhaus mich am Morgen anruft.
Wiederum bekam ich ein " Ja "
Ich wollte es ganz genau wissen und so fragte ich nach der Zeit, wann dieser Anruf kommen wird.
: Ruft mich das Krankenhaus gegen 5:00 Uhr an?
" Nein "
: Ruft mich das Krankenhaus gegen 6:00 Uhr an?
" Nein "
: Ruft mich das Krankenhaus gegen 7:00 Uhr an?
" Ja und nein im Wechsel "
Was hatte das nun wieder zu bedeuten ? Ich war ratlos und fragte einfach weiter.
: Ruft mich das Krankenhaus gegen 8:00 Uhr an?
" Nein "
: Ruft mich das Krankenhaus gegen 9:00 Uhr an?
" Ja "
Wieder war ich verwirrt, denn kurz zuvor gab mir doch mein Pendel die Antwort ich werde gegen 7:00 Uhr angerufen. Jetzt um 9:00 Uhr. Langsam fing ich an zu zweifeln, ob die Antworten, die ich bekomme auch richtig seien. Ich versuchte noch eine Frage zu stellen, mal sehen was er mir jetzt antworten wird.
: Werde ich mit dem Krankenhaus gegen 10:00 Uhr reden?
" Ja und Nein im Wechsel "
Ich legte meinen Pendel zur Seite, denn nun wußte ich nicht was ich glauben sollte. Ich wollte einfach erst einmal diesen Donnerstag abwarten, was an diesem Tag alles passieren würde.
Mittwochabend nahm ich noch einmal meinen Pendel zur Hand und stellte die selben Fragen. Aber selbe Fragen bekommen auch immer wieder die selben Antworten.

Donnerstag Morgen war ich schon sehr früh wach, denn eine Art Unruhe umgab mich. Die Zeiger der Uhren gingen für mich viel zu schnell. Plötzlich war es 7:00 Uhr und ich schaute auf mein Telefon. Jetzt sollte doch laut Pendel mein Telefon klingeln. Es klingelte aber nicht. Als es nach 10 Minuten immer noch nicht klingelte, sagte ich mir, es war ein Irrtum. Aber vielleicht wird es gegen 9:00 Uhr klingeln. Ich machte meine Hausarbeit weiter und packte meine Tasche, die ich mit ins Krankenhaus nehmen wollte. Warum packte ich ausgerechnet heute meine Tasche?
Mit diesem Gedanken erschrak ich und schaute auf die Uhr. Es war jetzt kurz vor 9:00 Uhr.
Wieder wartete ich einige Zeit darauf, daß mein Telefon anfing zu klingeln.
Ich wurde immer unruhiger und ertappte mich dabei, daß ich jetzt im Krankenhaus anrufen will, um nachzufragen, wann ich mit einem Bett rechnen könne. Ich nahm den Telefonhörer in die Hand und wollte wählen, da bemerkte ich, mein Telefon geht nicht. Oh, was jetzt? Ich fragte schnell meinen Pendel.
: Soll ich im Krankenhaus anrufen?
" Ja "
: Hat das Krankenhaus schon versucht bei mir anzurufen?
" Ja "
Und das wollte ich jetzt genau wissen, ich ging aus meiner Wohnung, um aus der in der Nähe befindlichen Telefonzelle das Krankenhaus anzu rufen. Die Telefonzelle war besetzt und ich mußte einige Zeit warten. Nervös schaute ich ständig auf die Uhr. Gegen 9:30 Uhr war es nun soweit, ich hatte das Krankenhaus am Apparat.
"Gut, das sie sich melden, wir haben schon zweimal versucht bei ihnen anzurufen, aber ihr Telefon scheint gestört zu sein. Bitte kommen sie auf dem schnellsten Wege zu uns, ein Bett ist frei und sie stehen bereits für morgen auf dem OP - Plan."
Ich legte auf, lief nach Hause, berichtete alles schnell meinem Mann und fuhr dann ins Krankenhaus. Mein Pendel hatte also doch recht und ich machte mir Gedanken darüber.

Als ich wieder aus dem Krankenhaus entlassen wurde, beschäftigte ich mich wieder mit dem Pendel. Immer wieder ertappte ich mich dabei, daß meine Fragen nicht immer mit einem Ja oder Nein zu beantworten waren.
Aber ich wollte noch mehr wissen und so fertigte ich mir, auf einem Blatt Papier ein Alphabetenkreis an. Die Spannung stieg und der erste Test wurde gestartet. Zuerst war es nur ein Wirr - Warr von Buchstaben, die keinen Sinn ergaben. Doch ich hatte Geduld und die machte sich auch bezahlt, denn jetzt kamen Wörter. Ich fragte einfach:
"Wer bist Du? Sage mir bitte Deinen Namen."
So unglaublich es für einige klingen mag, aber ich bekam eine Antwort.
" Er " schrieb auf - Dein Hausgeist -
Immer wieder fragte ich nach dem Namen, aber es kam nur ein " Später " raus.
Wer bist Du?
" Dein Hausgeist "
Wie ist Dein Name?
" Später erfährst Du meinen Namen, die Zeit ist noch nicht reif. "
Auf mein Fragen, von wo er kommt hieß es:
" Aus Frankreich "
Natürlich wollte ich auch wissen, ob ich es mit einem Mann oder einer Frau zu tun hätte. Es war ein Mann. Ich verbrachte mehrere Stunden am Tag an diesem Blatt Papier mit Buchstaben. Es war einfach phantastisch und ich war vom Pendeln gefesselt. Es dauerte zwar immer eine Weile ehe mein " Pendel " von einem Buchstaben zum anderen ging, aber das war mir egal. Dann gab es eine Zeit, wo ich zwar etwas erpendelt hatte, das Ganze aber keinen Sinn ergab. Ich wollte schon aufhören mit dem ganzen pendeln, doch dann geschah etwas, was mich zum weitermachen zwang.
Mein Pendel sprach mich mit meinem Vornamen an und schrieb mir auf - ich solle nicht aufgeben, er sagt mir auch seinen Namen. Und schon war ich wieder gefesselt vom Pendeln. Jetzt wurde es immer spannender, denn er schrieb mir auf, was in absehbarer Zeit auf mich zukommen würde. Das Ganze glaubte ich nicht so recht, denn wie kann ein Gegenstand meine Zukunft kennen ? Ich war überrascht, als das, was der Pendel mir mitteilte auch wirklich eintraf.

Jetzt war ich erst recht im Pendelrausch. Ich wollte meine Zukunft wissen. Ich habe auch einiges von dem, was ich erpendelt hatte, meinen damaligen Mann erzählt, er hielt aber alles für Quatsch, bis zu dem Zeitpunkt, als ich Recht behalten hatte und einiges zutraf.
Es blieb nicht aus, daß es sich im Hause herrum sprach, womit ich meine Zeit vertreibe und so klingelte eines Tages eine andere Nachbarin bei mir und bat mich ihre Zukunft zu erpendeln.
Wir haben ganze Nächte mit pendeln verbracht. Meine Trefferquote lag inzwischen bei 70 %.
Im übrigen heißt mein " Hausgeist ", der auch immer in meinem Pendel ist Daniel . So hatte er sich mit Hilfe des Pendels bei mir vorgestellt. Er schrieb damals auf :
" Ich heiße Daniel, bin Franzose und möchte Dich beschützen."
Auf meine Frage , wer er ist, kam die Antwort ........Dein Hausgeist.
Immer wenn ich jetzt etwas wissen wollte, griff ich zum Pendel und fragte:
"Daniel, bist Du hier, kannst Du mir bitte eine Frage beantworten ?
Er stimmte meist zu und gab mir auch Antworten auf meine Fragen. Mein Wissensdurst wurde so langsam gestillt und ich pendelte nicht mehr so oft, wie am Anfang. Hinzu kam, unser Urlaub stand vor der Tür und ich mußte einige Vorbereitungen treffen. Als wir wieder aus dem Urlaub zurück kamen und die Koffer abgestellt hatten, bekam mein Mann einen Herzinfarkt und wurde ins Krankenhaus eingeliefert.
Für meine beiden Kinder, damals war mein Sohn aus erster Ehe erst 13 und meine Tochter 3 Jahre alt. Mein Mann war nun im Krankenhaus und ich war mit meinen Kindern alleine zu Hause, als eines Tages folgendes geschah:
Ich brachte abends meine Tochter ins Bett und setzte mich vor den Fernseher. Mein Sohn wurde müde und ging auch ins Bett. Nun war ich alleine im Zimmer. Ich hatte zwar den Fernseher an, hörte aber trotzdem ein eigenartiges Klopfen. Ich schob dieses Klopfen meinen Nachbarn in die Schuhe und kümmerte mich nicht weiter darum. Dieses Klopfen kam aber jeden Abend. Ich fragte in der Nachbarschaft, ob vielleicht jemand beim Renovieren war. Aber alle konnten meine Frage nur mit einem Nein beantworten. Ich machte mir Gedanken was dieses Klopfen jetzt noch sein könnte. Nachdem dieses Klopfen wieder da war, dachte ich, vielleicht ist jemand im Keller, denn ich wohnte im Erdgeschoß und direkt unter mir waren die Keller des Hauses. Ich wollte dem Klopfen auf die Spur gehen und bin nachdem es wieder geklopft hatte, in den Keller gegangen. Zu meinem Erstaunen war die Kellertür abgeschlossen. Oft waren aber die Nachbarkinder im Keller und hatten von innen abgeschlossen. Ich schloß auf, weil ich diese Kinder im Keller vermutete. Aber wieder Fehlanzeige........das Licht war aus und niemand war im Keller zu sehen oder zu hören. Ich fragte natürlich jetzt meinen Pendel, der mir zur Antwort gab:
" Es sind Geister, die sich im Keller Platz verschaffen. "
Dies erzählte ich einer Nachbarin und daß es doch ziemlich unheimlich wäre. Sie versprach mir, am nächsten Abend mit in meine Wohnung zu kommen. Wie versprochen kam sie auch. Erst war nichts zu hören, dann aber hat auch sie das Klopfen gehört. Sie allerdings hatte eine Erklärung dafür, denn dieses Klopfen , so meinte sie kommt doch von der Wand, wo eigentlich der Hausflur ist, also wird es ein Nachbarskind sein, welches mit dem Stock gegen die Wand schlägt. Wir gingen also in meinen Flur und schauten durch den Spion. Es brannte aber kein Licht. Wir machten die Wohnungstür auf, um zu lauschen, ob jemand im Flur war. Aber auch das war eine Fehlanzeige. Nun wurde auch sie etwas blaß. Ach ja, es war übrigens meine "Maja", die mir damals auch das Pendeln gezeigt hatte.
Maja meinte nun, ich soll doch meine unmittelbare Nachbarin, Frau Gerke, holen, vielleicht macht sie etwas in ihrer Wohnung. Ich ging also rüber und fragte, ob sie mal einen Moment Zeit hätte um mit in meine Wohnung zu kommen. Sie sagte zu und kam auch gleich mit. Wir fragten sie, ob sie auch das Klopfen hört. Aber Frau Gerke sagte nur gelassen:
"Wollen sie mir Angst machen, das sind sie doch selbst."
Sie dachte also, daß wir dieses Klopfen verursachen, es war aber nicht an dem. Maja und ich setzten uns auseinander, hielten beide Arme und Beine hoch, damit Frau Gerke sehen konnte, daß wir alles still halten und wir es nicht sind, die dieses Klopfen verursachen. Dies sah jetzt sehr komisch aus und wir mußten auch selbst darüber lachen, doch dieses Klopfen holte uns in die Realität zurück.
Jetzt bat sie mich, ich solle doch mal meinen Sohn Oliver holen, der in seinem Zimmer war, vielleicht bastelt er an etwas rum. Ich holte ihn, aber diese Geräusche kamen immer wieder. Meine Tochter Jennifer schlief schon einige Zeit und mein Mann war zu diesem Zeitpunkt in Berlin - Wannsee zur Kur.
Nun saßen wir vier, Frau Gerke, Maja, Oliver und ich im Wohnzimmer und vernahmen immer mehr Geräusche, denn zu diesem Klopfen kam jetzt auch ein Rascheln.
Jetzt wurde es langsam unheimlich, denn als ich mit meinem Sohn auf der Couch saß, zog an uns ein kalter Hauch vorrüber. Wir schauten uns beide an, und ich kann es nicht leugnen, daß uns beiden die Angst im Gesicht stand. Wir setzten uns beide um, aber egal wo wir uns auch hinsetzten, dieser kalte Wind verfolgte uns. Ich hatte mich dann abwechselnd mal bei Frau Gerke und mal zu Maja gesetzt, aber dieser kalte Wind verfolgte mich.
Frau Gerke meinte, daß sind die Geister aus dem Krankenhaus wo auch mein Mann lag. Sie hätten sich bei mir angehangen, als ich einmal meinen Mann besuchte. Dies hielt ich damals noch für Blödsinn, denn sollte es so etwas wirklich geben, so würden doch diese Geister, zu den Verwandten gehen. Ich streifte dieses Argument einfach von mir ab, denn zu diesem Zeitpunkt wußte ich noch nicht, daß so etwas wirklich möglich sei.
Einer von uns beobachtete auch ein Blitzen am Fenster, dann wieder ein starkes Klopfen auf dem Fensterbrett. Wir liefen alle auf meinen Balkon, um zu sehen, wer da etwas von mir will, oder ob sich jemand mit mir einen Scherz erlauben wollte. Es war zwar dunkel, aber trotzdem konnte man erkennen, daß niemand im Umkreis von meinem Balkon war. Ängstlich gingen wir wieder ins Wohnzimmer.
Wir versuchten dies alles zu vergessen und machten uns deshalb Musik an. Dies sollte wohl nicht sein, denn dieses Klopfen wurde lauter. Um so lauter wir die Musik machten, um so lauter wurde das Klopfen.
Also machten wir die Musik wieder aus. Jetzt geschah etwas merkwürdiges, immer wenn ich Frau Gerke ansah, bekam ich Tränen in den Augen. Ich versuchte ihren Blick auszuweichen. Nun saßen wir alle getrennt und weit auseinander. Zu unseren Klopfzeichen kam jetzt noch ein Rascheln und ein Geruch hinzu. Es war der Geruch von frischem Leder und dieses Rascheln klang auch so. Ich saß auf dem kleinen Sofa, der Geruch und auch dieses Rascheln kam auf mich zu. Ich dachte noch bei mir, na hoffentlich setzt sich dieser Geist nicht zu mir. Alle schauten auf den leeren Platz neben mir. Der Sitz gab nach, so als ob sich jemand hinsetzt. Das wollte ich auch nicht neben mir haben, sprang auf und setzte mich in den Sessel.
Mein Sohn fing an zu weinen und fragte mich:
"Weißt Du wer immer Ledersachen trug ?"
Ja ich wußte es, es war mein Schwiegervater aus erster Ehe, Oliver`s Opa. Er war in diesem Jahr verstorben. Nun waren es nicht mehr die Geister aus dem Krankenhaus , sondern mein Ex - Schwiegervater. Ich schaute fragend Frau Gerke an, aber das war falsch, denn wieder bekam ich Tränen in den Augen.
Jetzt kam wieder dieses Klopfen, abermals versuchten wir Musik zu machen, aber es nutzte nicht viel. Das Klopfen war lauter als unsere Musik. Es blieb uns also nichts anderes übrig, als die Musik wieder auszumachen.
Frau Gerke sagte noch so zum Scherz:
"Mensch wenn es wirklich ein Geist ist, dann hat er doch bestimmt auch eine Kette dabei, das kennt man doch so aus Filmen, dann soll er diese Kette doch einmal rasseln lassen."
Hätte sie gewußt was dann geschah, hätte sie es bestimmt nicht gesagt, denn an ihrem Stuhl, vernahm sie dieses Geräusch. Sie setzte sich daraufhin auf einen anderen Stuhl. Ich wollte mich mit ihr unterhalten, schaute sie an, aber wieder kamen mir diese Tränen ins Gesicht und jetzt war es wohl soweit, denn ich mußte sehr stark weinen. Man konnte schon von einen Weinkrampf reden. Natürlich versuchten alle mich zu beruhigen und fragten auch, warum ich weine, aber ich wußte es selbst nicht, ich hatte nur den Drang zum Weinen.
Zwischen Maja und mir stand ein kleiner Aschenbecher, der plötzlich auf den Boden fiel, obwohl ihn niemand berührte. Maja schaute der Asche nach und fing ebenfalls an zu weinen. Mein Sohn konnte das wohl nicht mehr verkraften, denn er fing ebenfalls an zu weinen und senkte den Kopf in Maja`s Arm.
Diese " Weinarie " dauerte ca. 20 - 30 Min.
Alle waren davon betroffen nur Frau Gerke nicht, sie hatte zwar jetzt auch feuchte Augen, aber weinen brauchte sie nicht. Nachdem unsere Tränen, abgewischt waren und wir uns wieder bei einer Ziegarette unterhalten wollten sagte jemand von uns:
"Kommt jemand mit zur Toilette, ich habe Angst alleine."
Wir beschlossen alle zu gehen. Einer ging in die Toilette rein, die anderen warteten vor der Toilettentür. Da uns dieses albern vorkam fingen wir laut an zu lachen. Ich hatte Angst durch dieses laute Lachen meine Tochter zu wecken und schaute in ihr Zimmer rein, weil sie immer einen leichten Schlaf hatte. Aber sie schlief tief und fest. Während wir nun immer darauf warteten, daß die Toilette frei wird, vernahmen wir ein Streitgespräch in meinem angrenzendem Schlafzimmer. Wieder kam Angst auf. Doch erleichternd schoß es mir durch den Kopf, daß es doch mein Radiowecker sei. Ich ging ins Schlafzimmer, um den Wecker aus zu machen, die Anderen folgten mir, denn sie wollten sich davon überzeugen, das daß was ich sagte, auch der Tatsache entsprach.
Ich setzte mich dazu auf mein Bett und als ich den Wecker ausdrücken wollte bekam ich eine Gänsehaut, denn der war nicht an, der Stecker war rausgezogen........,wir aber das Reden von zwei Personen vernahmen.
Wir verließen das Schlafzimmer, um schnell wieder im Wohnzimmer zu landen.
Wir versuchten alle Erlebnisse zu verdrängen und unterhielten uns über belanglose Dinge. Immer wenn ich etwas sagte, was auch der Tatsache entsprach, klopfte es einmal entweder an der Schrankwand, dem Fernseher oder an der Wand. Stellte ich aber eine Vermutung auf, die vielleicht nicht stimmen würde, so klopfte es zweimal. Dies war mir ja schon bekannt, denn ich wußte, daß es in der Geisterwelt bzw. Poltergeist es so bestimmt war oder ist. Einmal Klopfen ja, zweimal Klopfen nein.

Ach was war das für eine Nacht.......
Als es draußen langsam hell wurde verabschiedete sich Frau Gerke. Auch Maja wollte wieder in ihre Wohnung, aber hatte Angst, denn ihre Wohnung lag in der 3. Etage. Mein mutiger Sohn Oliver nahm das größte Brotmesser was wir besaßen und begleitete Maja zu ihrer Wohnung. Obwohl es noch sehr früh war, sprang mein Sohn jeden Treppenabsatz hinunter um wieder schnell in die Wohnung zu kommen.
Dieses Erlebnis erzählte Oliver seinem Freund und seiner Cousine. Wie die Kid`s so sind, sie wollten es auch mal erleben. Ich lehnte aber dankend ab. Oliver´s Freund wollte aber noch etwas seiner verstorbenen Oma sagen und fragte mich, ob nicht mein Hausgeist sie rufen bzw. bringen könnte. Na gut, dazu ließ ich mich überreden. Mein Hausgeist Daniel war zwar da aber wir vernahmen nichts weiter, außer das Schlagen einer Uhr. Wie oft diese Uhr geschlagen hatte ? Weit über 40 Mal. Dieses Schlagen mußte von einer sehr alten Uhr kommen, denn so hörte es sich an.
"Mecki" versuchte nun mit seiner Oma zu reden. Er entschuldigte sich für etwas, was er seiner Oma zu Lebzeiten angetan hatte.
Er sagte dann zu mir:
"Elli was soll ich jetzt machen, mir wird eisig kalt und ich bekomme eine Gänsehaut." " Bleib einfach ganz ruhig sitzen und warte ab, denn deine Oma war doch nicht böse und wird dir auch nichts tun." " Elli, ich glaube meine Oma ist hinter mir und streichelt mich " "Okay, dann bedank Dich bei ihr und verabschiede dich ordentlich von ihr."

Ich bemerkte, das es den Kindern unheimlich wurde und so brach ich das Ganze dann ab, bevor es wieder so wird wie diese eine Nacht, die wir alle bis zum heutigem Tage nicht vergessen haben.
"Mecki", der Freund meines Sohnes erzählte von seinem Erlebnis bei mir einen weiteren Freund.
Eines Tages kam mein Sohn und seine Freunde zu mir und fragten mich, ob ich auch feststellen könnte, ob jemand vom Teufel besessen wäre.
Was wollten diese Kinder jetzt von mir? Machten sie sich einen Spaß mit mir?
Aber nein, denn einer von den Jungs machte einen wirklich ernsten und ängstlichen Eindruck. Ich wollte ihm helfen und versuchte ihn mit Worten zu beruhigen. Dies gelang mir nicht ganz. Er bat mich doch, ob ich nicht meinen Hausgeist zu Hilfe rufen könne um ihn dann zu befragen. Nach langem überlegen stimmte ich zu.
Ich ging mit den Kindern in das Zimmer meines Sohnes. Mein Sohn meinte nur:
"Nein danke, ich mache aber nicht mit, ein Abend reicht mir , ich gehe solange ins Wohnzimmer und schaue Fernsehen."
Jetzt war ich mit den beiden Jungs alleine. Mecki kannte es ja schon wie ich mit Daniel rede aber "Scheibe", so wurde er genannt, kannte es nicht. Als ich ihm mitteilte , daß Daniel jetzt hier wäre und er jetzt seine Frage stellen könne. Er fragte:
"Ich habe das Gefühl, daß ich vom Teufel besessen sei, ist das so?"
Bevor mein Pendel, bzw. mein Daniel antworten konnte, vernahmen wir ein starkes Klopfen am Schrank, als wenn jemand im Schrank sitzt und anklopft.
Scheibe meinte nur:
"Warum wollt ihr mich so erschrecken und habt jemanden im Schrank eingeschlossen, ich meine es doch ernst."
"Scheibe, es ist niemand im Schrank"
"Wirklich nicht?"
"Nein, schau doch nach!"
Scheibe stand auf schloß den Schrank auf und als er sich davon überzeugen konnte, daß niemand im Schrank sei, wollte er fluchtartig das Zimmer verlassen. Ich hielt ihn fest, denn das durfte er jetzt auf keinen Fall. Er war ganz aufgeregt und ich hatte zu tun ihn wieder zu beruhigen.

Wir setzten uns wieder hin , aber diesmal tauschten wir unsere Plätze, denn Scheibe wollte nicht mit dem Rücken zum Schrank sitzen. Nachdem sich alles beruhigt hatte, fingen wir noch einmal an. Ich machte Scheibe noch darauf aufmerksam, daß er keine Angst zu haben braucht und er auf keinen Fall das Zimmer verlassen darf.
Er nickte mir zu und fragte noch einmal:
"Bin ich vom Teufel besessen?"
Wieder kam ein lautes Klopfen aus dem Schrank. Jetzt fing Scheibe an zu schreien und wieder hatte ich die Aufgabe ihn zu beruhigen. Nachdem mir dies auch wieder gelang, wollte Scheibe nur noch wissen ob er noch zu retten sei, denn dies würde ihm Angst einjagen.
Kurz nach dem er diese Frage gestellt hatte, kam abermals ein einmaliges Klopfen aus dem Schrank. "Okay, mehr will ich nicht mehr wissen, kannst Du jetzt Deinem Hausgeist danken?"
Dies tat ich dann auch ordnungsgemäß und wir gingen dann zusammen ins Wohnzimmer, wo sich dann auch mein Sohn befand. Voller Neugier fragte er, ob sich denn jemand gemeldet hätte. Scheibe erzählte ihm , was passiert war. " Ich weiß schon warum ich nicht mitgemacht habe, denn ein Erlebnis hat gereicht," erwiederte mein Sohn. Jetzt war es aber an der Zeit, daß dieser Junge nach Hause mußte, er sich aber alleine nach diesem Erlebnis sich nicht traute.
Wir haben ihm versprochen, daß wir ihn nach Hause bringen und er jetzt auch keine Angst mehr zu haben brauch. Wir setzten unser Versprechen auch sofort in die Tat um und brachten auch gleich den anderen Jungen nach Hause weil es auf dem selben Weg lag.
Am nächsten Morgen, mein Sohn und ich waren gerade mit der Hausarbeit beschäftigt, als es bei uns an der Wohnungstür klingelte. Wir rechneten mit Scheibe oder Mecki und gingen zur Tür, um zu öffnen. Aber keiner von beiden stand dort vor der Tür, sondern die Mutter von Mecki. Sie möchte gerne einmal mit mir reden, ob ich dazu kurz Zeit hätte. Ich bat sie ins Zimmer rein und fragte was ich denn für sie tun kann.
"Ich möchte sie höflich bitten, den Kindern mit solchen Sachen nicht mehr zu konfrontieren, denn gestern abend war bei mir die Hölle los."
"Was wollen sie mir denn jetzt damit sagen, können sie sich etwas genauer ausdrücken ?"
"Ja natürlich, gestern abend rief mich die Mutter vom Scheibe an und meinte, ich soll ihr sofort die Adresse von ihnen geben, denn sie wollte sie aufsuchen." " Nanu, warum das denn ", ich dachte mir aber schon worum es gehen würde.
"Der Junge ist gestern abend nach Hause gekommen und ohne Abendbrot sofort in sein Zimmer. Ich muß dazu sagen, er hat sein Zimmer auf dem Dachboden. Seine Mutter dachte sich anfangs nichts dabei, denn es kam schon des öfteren vor, daß er auf sein Zimmer ging, ohne etwas essen zu wollen. Meistens hatte er dann Ärger mit seinen Freunden und deshalb ließ ihn seine Mutter auch zunächst in Ruhe. Als sie aber ein Schreien vom Dachboden hörte machte sie sich Sorgen und lief zu ihrem Sohn. Als sie die Tür zu seinem Zimmer öffnete, bekam sie ein Schreck, weil ihr Sohn halb aus dem Fenster hing und immer wieder schrie. Sie fragte ihn was denn los sei und er daraufhin antwortete, ich bin vom Teufel besessen ich will nicht mehr leben, laß mich sterben."
Jetzt bekam ich aber auch einen Schreck, denn mit diesen Ausmaßen hatte ich nicht gerechnet.
Mecki`s Mutter fuhr fort, sie konnte ihren Sohn des öfteren beruhigen, aber immer wieder fing er an zu schreien. Sie rief mich dann an, weil sie wußte, daß Scheibe des öfteren mit Mecki zusammen ist. Ich fragte dann Mecki was passiert sei und er mir nach langem Fragen auch alles erzählt hatte. Ich ging mit Mecki zu Scheibe und seiner Mutter und konnten alle beruhigen. "Es ist alles wieder in Ordnung und der Junge hat sich auch wieder beruhigt, aber wir möchten sie bitten, unsere Jungs nicht mehr mit solchen Dingen zu konfrontieren."
Ich nickte nur fassungslos.
Mecki`s Mutter setzte noch hinzu:
"Ich weiß, daß sie es soweit nicht kommen lassen wollten und auch ihre Sache sehr ernst nehmen, daß können sie ja auch gerne machen, aber bitte tun sie mir den Gefallen lassen sie unsere Jungs damit in Ruhe. Auch in unserer Familie gab es mal so einen Fall, deshalb weiß ich auch, daß es wirklich Hausgeister gibt, ich aber damit nichts mehr zu tun haben möchte."
Sie erzählte mir auch was sich damals in ihrer Familie zugetragen hatte. Ich konnte es gut verstehen. Ich gab ihr mein Versprechen und verabschiedete sie dann, weil sie es eilig hatte.
Seit diesem Zeitpunkt hatte ich mir vorgenommen, nie wieder mit Jugendlichen solche Seancen abzuhalten.
Dieses Erlebnis sprach sich in der Umgebung rum und meine Nachbarin kam nun des öfteren zu mir rüber.

Eines Tages , meine Nachbarin war wieder einmal bei mir, hörten wir wieder dieses Klopfen. Es kam wieder aus dem Keller. Meine Nachbarin, Frau Gerke, meinte nur, wir können doch mal in den Keller gehen um zu sehen oder zu hören, was sich dort unten ereignet. Ich fragte vorab meinen Pendel, der mich aber davor warnte.
"Nein Frau Gerke, ich gehe nicht da runter, es könnte eine Gefahr für mich werden."
"Na sie haben doch ihren Schutzgeist, der kann ihnen doch helfen."
"Nein ich gehe nicht, wenn sie es unbedingt tun wollen, dann bitte schön, ich bleibe hier in meiner Wohnung."
Nie hätte ich es für möglich gehalten, daß ich eines Tages mich mal nach einem Pendel richten würde.
Alleine allerdings wollte sie auch nicht in den Keller gehen. Sie bat mich nun, ob ich ihr einige Fragen mit meinem Pendel beantworten könne. Warum nicht, denn zu diesem Zeitpunkt war mein damaliger Mann mal wieder im Krankenhaus. Er hatte wieder einen Herzinfarkt und mußte behandelt werden. Ich habe ihr einige Fragen beantwortet, die sie aber einige Male nur belächelte. Jetzt fragte sie mich wie man denn nun pendelt, denn sie möchte es auch können. Ich zeigte es ihr und sie hatte anfangs einige Schwierigkeiten damit. Stundenlang hatte sie nun ihrem provisorischem Pendel (es war ihre Kette) Fragen gestellt, die mit einem ja oder nein zu beantworten waren. In den frühen Morgenstunden verabschiedete sie sich und ging wieder in ihre Wohnung.
Am nächsten Tag ging ich ins Krankenhaus , um meinen Mann zu besuchen. Als ich das Zimmer betrat, war sein Bett leer. Ich fragte nach wo er sei und bekam die Antwort, er sei zu einer Untersuchung. Dieser Untersuchungsraum befindet sich im Keller.
Schon wieder hörte ich das Wort Keller in meinem Ohr klingeln. Ich dachte nur noch daran, daß es in einem so großen Krankenhaus nichts passieren kann und so begab ich mich auf den Weg. Dort angekommen, schaute ich mich erst einmal um. Von Angst war nichts zu spüren, denn überall brannte hell das Neon - Licht. Ich sah viele Türen und Gänge. Ich wollte mich nach dem Untersuchungsraum erkundigen, aber niemand war zu sehen oder zu hören. Ich lief einfach von Tür zu Tür und schaute was dahinter sei. Einige Türen waren abgeschlossen und so ging ich zur nächsten Tür. Hinter einer dieser Türen fand ich einen Arzt, der seine Akten durchschaute. Er fragte mich wen oder was ich suche. Ich sagte ihm was ich suche und er beschrieb mir den Weg. Ich bedankte mich und versuchte dem zu folgen, was er mir beschrieb.
Es kam mir vor, wie in einem Irrgarten. In einem Gang sah ich eine Glastür, von der hat auch der Arzt gesprochen hatte, also mußte ich richtig sein. Ich ging darauf zu, öffnete sie und ging hindurch. Als sich diese Glastür wieder schloß bekam ich ein seltsames Gefühl. Am anderen Ende sah ich wieder eine Glastür. Zwischen der ersten und der zweiten Glastür sah ich nur eine Zimmertür. Mit einem seltsamen Gefühl ging ich auf diese Tür zu. Es lag eine seltsame Stille in diesem Gang und deshalb mußte ich mich mehrmals umschauen, weil ich dachte, ich hörte hinter mir Schritte, aber als ich mich umsah, war niemand zu sehen. Es war einige Male so, als könnte ich jemanden atmen hören.
Als ich an diese Tür angekommen war und sie gerade öffnen wollte, bekam ich eine Art Stimme in den Kopf, ich soll auf das Schild neben der Tür sehen. Dies tat ich und erschreckte mich, denn auf diesem Schild stand in großen Buchstaben " PATHOLOGIE "
Oh je, hier war ich falsch. Ich versuchte im schnellen Schritt, die andere Glastür zu erreichen. Immer wieder schaute ich mich um, ob nicht doch jemand hinter mir war. Endlich hatte ich es geschafft, die andere Glastür war erreicht und ich ging schnell durch. Jetzt war seltsamerweise dieses komische Gefühl wieder weg.
Solange ich bereits suchte, begegnete ich keinen Menschen und jetzt als ich diese Tür hinter mir ließ kamen mir einige Ärzte und Patienten entgegen. Nochmals fragte ich nach diesem Untersuchungsraum. Es waren nur noch einige Meter und ich war am Ziel.
Später erzählte ich meinem Mann von diesem Erlebnis, er sich darüber aber nur amüsierte.
Wieder zu Hause angekommen, wartete schon meine Nachbarin auf mich, sie wollte mir einiges mitteilen. Ich bat sie rein und sie teilte mir mit, daß sie vor einigen Tagen im Keller war und etwas seltsames gesehen hätte.
"Was war es denn?", wollte ich von ihr wissen. Sie steckte sich nervös eine Ziegarette an und begann zu erzählen. "In der einen Nacht, ich lag schon im Bett, da vernahm ich wieder dieses Klopfen. Erst dachte ich, sie wären es, aber als ich diesem Klopfen nach ging, hörte ich, daß es wieder aus dem Keller kommt. Ich zog mir etwas über, nahm die Kellerschlüssel und ging runter. Sie können sich nicht vorstellen, was ich dort unten gesehen hatte."

Neugierig fragte ich,
"Was denn ?"
Sie erzählte weiter:
"Als ich unten war, hörten diese Klopfzeichen auf, ich schloß die Kellertür auf und ich sah etwas im dunklen Keller leuchten, gleich neben der Kellertür. Es sah aus wie ein Monster mit Hörnern."
Ich lachte und meinte sie hat das wohl geträumt, denn daran habe ich nun nicht geglaubt. Sie versuchte mich davon zu überzeugen, daß es wirklich so war und wollte es mir auch sofort zeigen. Ich ließ mich überreden und ging mit ihr in den Keller. Kurz vor der Kellertür blieb sie stehen und meinte ich solle alleine da rein gehen. Ich schüttelte nur den Kopf, schloß die Tür auf, machte das Licht dort an und fragte, wo denn nun das Monster sei ? Langsam kam auch sie in den Keller. Sie zeigte auf eine Wand,
"Dort war es, machen sie mal das Licht aus."
Auch das tat ich und sah in der Tat etwas leuchten. Aber hierfür hatte ich auch eine Erklärung. Es könnte eine Art von Phosphorfarbe sein, die bekanntlicher Weise im Dunkeln anfängt zu leuchten. Sie zuckte nur mit den Schultern und wollte schnell wieder diesen Keller verlassen.
Sie machte den Vorschlag, daß ich doch eine Kerze auf den Tisch stellen solle. Ich tat ihr diesen Gefallen. Eigenartiger Weise brannte diese Kerze seltsam ab. Ich bemerkte dieses erst nicht, erst als Frau Gerke mich darauf aufmerksam machte fiel auch mir es auf. Die Flamme der Kerze zeigte auf mich. Ich wollte dies erst nicht glauben und meinte, daß diese Kerze eben schief abbrennt.
"Doch, diese Kerze will ihnen etwas mitteilen, die Flamme zeigt auf ihre Person. Sie waren doch heute bei ihrem Mann im Krankenhaus, da haben sich Verstorbene an sie rangehangen."
Als sie das sagte, kam mir wieder das Erlebnis mit der PATHOLOGIE ins Gedächtnis, wovon ich ihr noch nichts erzählt hatte. Ich setzte mich auf einen anderen Platz, aber egal welchen Platz ich aussuchte, immerwieder zeigte diese Flamme auf mich.
Sie machte den Vorschlag, daß wir mit meinem Hund etwas spazieren gehen könnten. Diesen Vorschlag stimmte ich zu, denn etwas Entspannung konnte auch ich jetzt gebrauchen.
Wir unterhielten uns während wir liefen über belanglose Dinge. Wie es meinem Mann geht und wie sich mein Sohn in der Schule macht. Es war ein windstiller milder sommerliche Abend. Beim Unterhalten und laufen merkten wir nicht, daß es bereits dunkel geworden war. Wir schlugen den Heimweg ein und mußten dazu an einem dichten Gebüsch vorbei. Keiner dachte an etwas böses, doch als wir gerade dort vorbei liefen, fing dieses Gebüsch an zu rascheln, so als wenn ein Sturm aufkommen würde. Alle anderen Bäume und Sträucher waren aber still.
"Kommen sie weg hier, hier stimmt etwas nicht", meinte ängstlich Frau Gerke. Ich schickte meinen Hund dort hin, damit ich ihr zeigen konnte, daß dort nichts sei. Mein Hund rannte quer durch diesen Strauch, aber nichts war zu sehen.
Frau Gerke zog mir am Ärmel und sagte:
"Schnell, rennen sie, das ist nichts sterbliches."
Ich rief meinen Hund zurück und wir rannten, bis wir wieder an eine Laterne kamen. Immerwieder schaute sie sich um, aber nichts war zu sehen. Mit ihrer Angst steckte sie mich an, denn auch ich schaute mich jetzt des öfteren um. Wir waren froh, als wir wieder zu Hause ankamen. Erst einmal wieder in meine Wohnung. Ich war ganz froh darüber, denn jedesmal wenn mein Mann im Krankenhaus lag, fühlte ich mich nicht wohl in dieser Wohnung. Ich wollte gerade etwas aus der Küche holen, als es bei mir an der Wohnungtür klopfte. Erschrocken sprang meine Nachbarin auf und schaute mich mit ihren angstvollen Augen an. Ich schaute durch meinen Spion. Es war dunkel, kein Licht im Flur. Ich fragte:
"Wer ist da?"
Durch die Tür hörte ich ein leises: " Ich bin es, Maja ".
Mit einem Pusten der Erleichterung öffnete ich die Tür. Sie will mir etwas Gesellschaft leisten, deshalb ist sie zu mir runter gekommen. Als meine Kinder im Bett waren, kam jemand auf die Idee, wenn ich schon Geister rufen kann, dann könnten wir doch auch mal Roy Black rufen.
"Wie soll das denn gehen, der kommt doch nicht zu uns kleinen Bürgern," war meine Antwort darauf.
Maja stimmte dem auch zu, denn sie sagte:
"Na wir können es doch versuchen."
Ich überlegte einen Moment und meinte, na gut, ich versuche Kontakt aufzunehmen, aber nur mit meinem Pendel." Wir steckten eine Kerze an, löschten das elektrische Licht und ich legte ein Bild von Roy Black , was ich aus einer CD entnahm unter meinen Pendel.
Ich weiß nicht mehr wie lange ich darauf starrte, aber immer wieder habe ich ihn im Gedanken gerufen. Jetzt hatte ich das Gefühl, als wenn sich seine Augen auf diesem Bild verändern würden und er auch seinen Mundwinkel zum Lächeln verzog. Und gerade in diesem Moment sagte Frau Gerke:
"Aber wenn er kommt, soll er sich akkustisch bemerkbar machen, oder uns etwas vorsingen, damit wir auch sicher sein können, daß er es wirklich ist."
Sie hatte es kaum ausgesprochen, da vernahmen wir ein gesprochenes " Kuckuck ".
Keiner von uns sagte aber etwas, denn dieses Kuckuck kam aus einer Richtung, wo keiner sich von uns befand. Frau Gerke traute dem Frieden nicht und lief zu dieser Stelle hin wo auch dieses Kuckuck zu hören war. Sie untersuchte alles ganz genau und als ich sie fragte, wonach sie sucht meinte sie nur:
"Haben sie hier etwas versteckt? Wo kam das her?"
Solange sie auch suchte, sie fand nichts, denn ich hatte dort auch nichts versteckt. Weder ein Mikrophon, noch ein Tonband, denn danach suchte sie.
Ich hörte mit meinem starren Blick auf das Bild auf, denn es strengte mich doch sehr an.
Ich weiß, das etwas anwesend war, aber ich kann nicht sagen, daß es wirklich Roy Black war.
Wir machten eine Pause und unterhielten uns. Einer von uns, ich weiß nicht mehr wer es war, machte den Vorschlag, wir könnten es doch auch mit einem Tonband versuchen, denn davon hat man doch auch schon viel gehört. Warum nicht, dachte ich mir und suchte alles zusammen, was wir dazu benötigen. Einen Kassettenrecorder und ein Mikrophon. Beides stellte ich zur Aufnahme bereit. Diesmal sollte es aber nicht Roy Black sein, sondern irgend jemand, der uns etwas mitteilen wollte. Wir fingen an.........

Immerwieder stellten wir die Frage:
" Ist hier jemand, möchte uns jemand etwas mitteilen ? "
Wir warteten einen Moment und stellten dann wieder diese Frage. Nach einer gewissen Zeit schalteten wir es wieder aus und wollten nun hören, ob sich etwas getan hat. Aber außer unsere Frage, war nichts zu hören. Gut , dann probieren wir es auf eine andere Art. Ich suchte im Radio einen Sender, der nicht zu verstehen war und auch undeutlich einzustellen war.
Wieder stellten wir die Aufnahme an und fingen von Neuem an zu fragen.
Immer und immer wieder.
Abermals stoppten wir die Aufnahme und lauschten, was es diesmal gebracht hatte. Jetzt konnten wir etwas hören, es waren Schritte, Schritte, wie ein Mann sie nur tun kann. Diese Schritte waren aber im Sender nicht zu hören. Es ist also jemand gekommen. Wieder stellten wir unser Gerät auf und fragten, wer er sei und ob wir ihm helfen können.
Als wir wieder uns das Ganze anhören wollten, hörten wir zwar auf dieser Aufnahme ein leises reden, konnten aber nichts verstehen. Das einzige Wort was wir verstehen konnten war " Else ".
Das war der Vorname meiner Ex - Schwiegermutter. Ich erklärte es meinen Nachbarinnen, damit sie wissen, mit wem wir es zu tun hatten. Mit meinem verstorbenen Ex - Schwiegervater.
Wieder schalteten wir die Aufnahme an und diesmal sprach ich ihn mit seinen Namen an. Ich stellte ihm eine Frage, denn ich hatte etwas vermißt, was er zuletzt hatte, aber keiner wußte wo es jetzt war.Ich stellte ihm öfters diese Frage und wollte dann eine Antwort hören, aber leider kam nichts mehr.Wir beendeten unsere Experimente und jeder ging wieder in seine Wohnung.
Jeder von uns mußte dies alles erst einmal verarbeiten und so verging eine ganze Weile. Eines Tages fragte mich Maja, ob ich zu ihr rauf komme um eine Tasse Kaffee zu trinken. Warum nicht, dachte ich mir und stieg die Treppen hoch. In ihrer Wohnung roch es nach frischem Kaffee und frisch gebackenem Käsekuchen. Hmm, lecker dachte ich bei mir und schon hatte ich ein Stück an meinem Platz zu stehen. Wir unterhielten uns über belanglose Dinge, als es in ihrem Flur laut polterte. Erschrocken sprangen wir auf, um nachzu sehen, was passiert sei.
Sie hatte im Flur einen Glastisch, auf dem nichts stand. Dieser Glastisch zerbrach in viele Einzelteile. Aber nicht nur das, denn sie hatte am anderen Ende des Flures noch einen kleinen Glastisch zu stehen. Auch dieser zerbrach. Es gab hierfür keine Erklärung. Ich saß zu diesem Zeitpunkt , als es klirrte, mit ihr und ihrem Ehemann im Wohnzimmer und ein Haustier besaß sie nicht.
Wieder gab ich mir die Schuld, denn vielleicht bin ich an allem schuld?
Ihr Mann winkte nur ab und sagte:
"Lassen wir uns doch nicht verrückt machen, gehen wir lieber wieder rein und trinken unseren Kaffee weiter."
Auch dieses Erlebnis konnte ich so schnell nicht vergessen, deshalb nahm ich mir vor, nichts mehr in dieser Art zu machen.

Es verging einige Zeit und ich hatte auch keine Zeit mehr für solche Experimente, denn mein Mann wurde immer kranker und immer öfter mußte er ins Krankenhaus eingeliefert werden.
Wieder einmal war ich mit meinen beiden Kindern alleine.
Dann eines Tages kam weinend Frau Gerke zu mir und bat mich um Rat. Ihr Mann ist weg und ich soll versuchen ihn durch irgendwelche Kräfte zurückzu holen. Natürlich tat sie mir leid und ich fragte meinen Pendel, was ich machen kann. Mein Daniel gab mir natürlich auch sogleich Anweisungen, was ich machen könnte.
Dies gab ich an Frau Gerke wieder und sie war damit einverstanden, daß wir dieses Ritual sofort in die Tat umsetzen. Anschließend fragte sie mich wann denn nun ihr Mann zurück kommt ? Dazu mußte ich aber wieder meinen Daniel befragen. Diesmal war ein kleiner Haken dabei, denn ich mußte Frau Gerke sagen, daß er zwar zurück kommt, es aber an ihr liegen würde, ob er bleibt oder ob er wieder geht. Daraufhin sagte sie nur:
"Das schaffe ich schon, Hauptsache er kommt zurück. Wann kommt er denn ? Wo ist er denn jetzt ? Meldet er sich noch einmal?"
All diese Fragen gab ich an Daniel wieder und konnte die Antworten ihr dann weitergeben.
"Frau Gerke, er wird sich morgen gegen 16:00 Uhr von unterwegs melden, er braucht dann noch einmal eine Stunde, um wieder hier zu erscheinen."
"Hoffendlich haben sie Recht."
Nachdem sie sich wieder beruhigt hatte, ging sie wieder in ihre Wohnung.
Der nächste Tag kam und ich sah und hörte nichts von Frau Gerke. Ich schaute auf die Uhr, es war kurz vor 16:00 Uhr. Ich rechnete damit, daß sie jeden Augenblick bei mir klingeln würde, aber nichts geschah.
Dann gegen 16:45 Uhr klingelte es bei mir und Frau Gerke stand wieder in Tränen aufgelöst vor mir und fiel mir um den Hals. Sie stammelte zwar etwas, aber ich konnte durch das laute Weinen nichts verstehen.
"Was ist denn los, was ist passiert?"
Als sie sich etwas unter Kontrolle hatte erzählte sie mir, ihr Mann hätte von unterwegs angerufen. Er war auf den Weg ins Ausland, er wird aber jetzt umdrehen und wieder nach Hause kommen. Um wieder bei ihr anzukommen benötigt er aber eine Stunde. Sie kam nur kurz rüber, um mir dies mitzuteilen. Sie ging dann wieder rüber in ihre Wohnung, um ihren Mann mit Kaffee und Kuchen zu empfangen.
Ich war natürlich neugierig und paßte auf, wer alles innerhalb einer Stunde dieses Haus betrat. Das war nicht schwierig, denn dieses Haus war sehr hellhörig. Eine Stunde verging, er war noch nicht da. Nach weiteren 15 Minuten hörte ich die Haustüre, schaute durch meinen Spion und sah Herrn Gerke in seine Wohnung hinein gehen. Ich konnte es fast nicht glauben, jetzt habe ich auch schon Kräfte, mit denen ich etwas gutes erreichen kann. Ich machte mir meine Gedanken darüber und kam zu dem Entschluß, daß ich mich mehr mit der Esoterik beschäftigen werde.
Ich erlernte per Fernstudium das Kartenlegen. Dies fiel mir nicht schwer, als wenn ich alles schon kenne. Ich rief auch oft in diesem Institut an, um mich zu vergewissern, ob meine Gedanken zu der einen oder anderen Karte richtig seien. Der Chef von diesem Institut meinte nur, ich hätte Talent, als wenn es mir angeboren sei und ich es nicht nötig hätte weiter auf diesem Gebiet zu forschen und zu lernen. Ich machte aber weiter. Er schickte mir einen Bogen mit ausgelegten Karten und die sollte ich nun deuten. Per Telefon tat ich dies auch. Wiederum meinte er, ich sei sehr talentiert und könne dies auch als ein zweites Standbein benutzen und obendrein anderen Menschen helfen. Da war es wieder, ich kann helfen.
Immerwieder legte ich für uns die Karten. Beschäftigte mich Tag und Nacht damit. Es war für mich einfach fazinierend, denn vieles von dem was ich in den Karten sah traf auch ein, wenn ich auch dies eine oder auch andere Mal an gewisse Ereignisse nicht glauben wollte. Sie trafen ein.
Gut, das war für mich persönlich und meiner Familie, aber wie würde es aussehen, wenn ich für Fremde die Karten legen würde. Maja war mein erstes " Opfer ".Ich legte ihr die Karten und sagte ihr so einiges. Sie wiedrum soll mir nach einigen Tagen oder auch Wochen bescheid geben, ob das Eine oder auch Andere eingetroffen war. Es dauerte nicht lange und Maja klingelte bei mir.
"Alles was Du mir gesagt hast ist eingetroffen."
Davon hörte auch Frau Gerke und wollte nun einiges von mir durch die Karten wissen. Aber ihr konnte ich nicht sehr viel positives sagen, denn ihr Mann käme nicht wieder und er wird auch die Scheidung beantragen.Sie wird mit ihrem Sohn alleine bleiben. Nur das wollte sie von mir wissen und darauf konnte ich ihr keine positive Antwort geben. Auch das traf so ein wie ich es sagte.
Maja und auch Frau Gerke, meinten, ich soll für andere doch die Karten legen, da doch alles zutrifft, was ich sage und ich damit Geld verdienen könnte und obendrein noch den Menschen helfen kann.
Nach langem Überlegen entschloß ich mich doch dazu, ein Inserat in die Zeitung zu setzen. Es dauerte auch nicht lange und der erste Klient rief an, um sich einen Termin geben zu lassen. Ich bekam soetwas wie Lampenfieber, weiche Knie, zittern, kalte Hände und ich war sehr aufgeregt.
Ich hätte vielleicht nicht so ein Lampenfieber bekommen, wäre mein erster Klient nicht ein Mann gewesen. Der Termin kam ran und es klingelte an meiner Wohnungstür. Ich begrüßte diesen Mann und bot ihm eine Tasse Kaffee an, die er auch dankend annahm. Als ich die Zimmertür schloß, um ungestört für ihn die Karten zu legen, verschwand plötzlich mein Lampenfieber und ich war in meinem Element. Ja ich kann schon sagen, ich fühlte mich wohl. Das war also geschafft, denn der erste Schritt ist immer der schwierigste.
Vor meinen nächsten Klienten hatte ich nun keine "Angst " mehr und so verging einige Zeit. Nach einer gewissen Zeit, hatte ich von einem Faxclub gelesen und trat in diesen Faxclub ein. Dort lernte ich eine Frau aus Hamburg kennen. Die Clubleiterin wohnte in Ingolstadt.
Die Dame aus Hamburg hieß Ilka und interessierte sich so wie ich auch für die Esoterik. Aber auch die Dame aus Ingolstadt interessierte sich dafür und so liefen sich unsere Faxgeräte heiß.
Nun war es an der Zeit , daß wir uns auch einmal persönlich kennenlernten und ich zunächst einmal Ilka nach Berlin einlud. Sie war begeistert und kam sofort. Eine Freundschaft begann. Ich zeigte ihr später alles über das Pendeln, denn sie wollte von nun an auch pendeln. Mal kam sie nach Berlin und mal fuhr ich nach Hamburg.
Als ich wieder einmal in Hamburg bei Ilka war passierte folgendes. Zu später Stunde saßen wir im Wohnzimmer und Ilka taten die Füße weh. Ich machte ihr das Angebot, daß sie ruhig ihre Füße auf meinen Schoß legen könne, es würde mich nicht stören. Erleichtert kam sie meinem Angebot nach und legte ihre Füße über meine Beine.
Vor mir lief der Fernseher und ich schaute interessiert dieser Sendung zu, die gerade lief. Meine Hände legte ich auf ihre Fußfesseln. Plötzlich schrie Ilka auf:
"Elli, hör auf!"
"Was ist denn Ilka?"
"Deine Hände Elli"
"Was ist denn mit meinen Händen?"
Ich wußte nicht was sie von mir wollte, denn meine Hände lagen ganz still auf ihren Füßen.
"Bitte Elli, nimm Deine Hände weg."
Ich tat es und fragte aber auch zugleich, was denn jetzt passiert sei.Ilka streichelte sich die Beine und schaute nach was passiert ist.
"Schau mal Elli, das warst Du mit Deiner Hand."
Ihr Fuß war gerötet und ich konnte es mir nicht erklären wie ich das gemacht haben soll.
"Elli, Du hast Energie in den Händen und weil Du zuviel besitzt, hast Du mich mit Deiner Energie verbrannt."
"Ilka, das glaubst Du doch jetzt nicht selber, oder ?"
"Doch schau mal, hier sind Deine Finger und hier ist dein Daumen."
Ja es paßte genau, aber ich konnte es noch nicht so recht glauben was da jetzt passiert war. Ilka erklärte es mir und meinte nur , daß ich mit meinen Händen auch heilen könnte.
Wieder etwas Neues und ich empfand es als eine Freude, denn damit kann ich doch auch anderen Menschen helfen. Ich wollte es bei passender Gelegenheit ausprobieren.
Wieder in Berlin angekommen, klagte mein Mann über Schmerzen im Bein. War das meine Gelegenheit ? Nein, ich wollte es nicht riskieren, denn er hatte zu große Schmerzen. Als er jedoch vor Schmerzen weinte, versuchte ich mein Glück und legte meine Hand auf sein Bein. Ich fragte ihn, wie er dies empfinden würde und er antwortete:
"Es ist angenehm und es ist so als wenn Du mir diesen Schmerz raus ziehst. Mach weiter es ist schön."
Ich weiß nicht wie lange ich sein Bein bearbeitete, aber ich wurde schwach und bekam auch sehr starke Kopfschmerzen.
Mein Mann wiederum bedankte sich, denn er hatte nun keine Schmerzen mehr.
Fast jeden Tag mußte ich nun meinem Mann die Füße machen, damit er keine Schmerzen mehr hat.Ich konnte ihm helfen und das war für mich etwas was ich gerne tat.
Von diesen ganzen Geschehnissen berichtete ich auch der Clubleiterin in Ingolstadt. Sie staunte nicht schlecht und fragte, ob ich auch hellsehen könnte. Ich schickte die Antwort per Fax sogleich ab.
//Liebe Elvira, sie hieß genauso wie ich, leider kann ich das nicht, aber ich habe mein Pendel gefragt, ob er mir etwas über Dich oder deinen Freund sagen könne. Mein Daniel hat mir mitgeteilt, Dein Freund soll nicht soviel naschen, er bekommt fürchterliche Bauchschmerzen und fühlt sich dann nicht wohl.//
Elvira faxte immer schnell zurück.
"Ja Du hast recht, er nascht gerade alles was er nur greifen kann, aber es geht ihm gut, er hat sich darüber köstlich amüsiert."
Es dauerte nicht lange und ein Fax von Elvira erreichte mich.
"Elvira, langsam bekomme ich bei Dir eine Gänsehaut, Ingo geht es schlecht, er krümmt sich vor Bauchschmerzen und er fühlt sich elendig."
Ich konnte nur noch eine gute Besserung faxen.
Zwei Tage später bekam ich von Elvira eine Einladung nach Ingolstadt zu kommen. Ich sprach dies mit meinem Mann ab. Es ging ihm gut, aber er wollte weiterhin daß ich ihm Tag und Nacht die Füße mache. Ich einigte mich mit meinem Mann ,daß ich nur über das Wochenende fahre und dann sofort wieder zur Stelle bin. Ingo holte mich vom Bus ab und als ich Elvira sah, begrüßte sie mich gleich damit, ob ich ihr mal die Karten legen könne.
Sie hatte es aber eilig. Ich stellte also meine Tasche ab, nahm meine Karten raus und legte ihr diese.
Oh was sah ich da, sehr viel Ärger mit einem Nachbar und eine Schwangerschaft.
Sie bestätigte mir, daß sie mit einem Nachbar sehr viel Ärger hätte und dieser auch schon gedroht hatte ihren Hund zu vergiften. Sie fragte mich, ob ich nicht etwas wüßte wie man mit einem Ritual diesen Mann vernichten könne. Ich hatte mich zwar auf diesem Gebiet auch schon informiert, wollte aber nicht daß dadurch jemand zu Schaden kommt, denn ich sah meine Aufgabe darin, Menschen zu helfen und nicht zu vernichten.
"Na du hilfst mir doch, wenn du diesen Mann ausschaltest."
Ich schüttelte nur den Kopf und lehnte ab.
Nun kamen wir zu dieser Schwangerschaft. Sie wollte alles ganz genau wissen. Ich fragte sie, ob sie sich sicher ist, daß sie alles wissen möchte.
"Ja, egal wie gut oder schlecht es aussieht."
"Gut, du wirst in absehbarer Zeit schwanger werden, aber dieses Kind wirst du wieder verlieren. Du hast schon einmal ein Kind verloren. Dann wirst du wieder schwanger und trennst dich aber von Ingo. Du heiratest einen anderen Mann."
Sie schaute mich mit großen Augen an und meinte nur dazu:
"Ich habe zwar ein Kind verloren bin aber jetzt nicht schwanger und habe auch nicht die Absicht mich von Ingo zu trennen."
"Dann entschuldige, vielleicht habe ich die Karten falsch interpretiert."
Sie erwiederte mit einem lächeln:
"Macht nicht´s, irren ist menschlich."
Am nächsten Morgen hatte ich ein seltsames Gefühl und rief in Berlin an, um mich zu erkundigen, wie es meinem Mann ginge.
Er sagte mir am Telefon:
"Es geht mir gut, mach dir keine Sorgen, ich werde es schon aushalten bis du endlich wieder hier bist."
Am Frühabend bekam ich wieder so ein seltsames Gefühl und ich fragte diesmal meinen Pendel.
Dieser teilte mir mit:
// Unglück , fahre nach Hause.
Ich rief zu Hause an.
Was ich dann hörte gefiel mir nicht. Weinend im kommandierten Ton, orderte mich mein Mann wieder zurück, es würde ihm nicht gut gehen.
Ingo meinte, der nächste Bus nach Berlin fährt erst wieder in zwei Tagen, solange kannst Du aber nicht deinen Mann liegen lassen, ich fahre dich mit dem Auto nach Hause.
Als ich zu Hause ankam, war alles in bester Ordnung. Nach einigen Tagen meldete sich Ilka aus Hamburg an, sie hat mal wieder Lust nach Berlin zu kommen.
Ich hatte nichts dagegen und so schrieb ich ihr,"Komm doch"
Sie kam und wie so oft mußte mein Mann ins Krankenhaus eingeliefert werden. Ja, das war schon sehr seltsam, immer wenn Ilka aus Hamburg zu uns kam konnte ich spätestens nach 48 Stunden meinen Mann ins Krankenhaus einliefern.
Ilka hatte etwas an sich, was ich aber nicht deuten konnte. Also mein Mann war mal wieder im Krankenhaus und Ilka bei mir.

Sie wollte einige Tage bleiben und so verbrachten wir einige Zeit miteinander.
Eines Nachts, wir lagen schon im Bett, sah ich einen kleinen Mann im Spiegel und teilte dies auch Ilka mit. Sie soll sich doch mal diesen kleinen Mann ansehen, denn er winkt auch freundlich. Sie weigerte sich, denn sie gab auch zu, daß sie Angst hätte und aus diesem Grund nicht in den Spiegel schauen möchte.
Am nächsten Tag wollte sich Ilka zur Mittagszeit etwas hinlegen, weil sie in der Nacht eben zu wenig geschlafen hätte.
Ich hatte nichts dagegen, ließ ihr meine Jalousien runter und wünschte ihr einen schönen Schlaf. Ich schloß die Schlafzimmertür und ging ins Wohnzimmer. Es dauerte aber nicht lange und sie kam wieder wie ein Blitz rausgeschossen.
Ich wunderte mich und fragte was denn los sei und sie antwortete mir: "Es klopft jemand an deine Fensterscheibe."
"Ilka , das kann nicht sein, denn ich habe die Rolläden runter, wären sie jetzt oben, dann könnte man es annehmen."
"Elli, glaube mir, es hat jemand an die Fensterscheibe geklopft."
"Gut wenn du Angst hast, dann nimm meinen Hund mit ins Zimmer, der beschützt dich auch."
Das gab ihr ein sicheres Gefühl und sie ging mit dem Hund wieder zurück ins Schlafzimmer. Ich lauschte noch, ob sie wieder raus kommt, aber nichts passierte, alles blieb ruhig. Aber der Schein trügte, denn Ilka kam nach ca. 10 Minuten wieder raus mit den Worten:
"Jetzt ist die Wurst aber warm, bei dir im Zimmer spukt es Elli."
Ich ging ins Zimmer um nachzusehen, was oder wer dort umherspukt, konnte aber nichts vernehmen. Ilka weigerte sich wieder in dieses Zimmer zu gehen. Sie meinte nur noch,
"Ich werde heute noch einmal mit ins Krankenhaus kommen und anschließend wieder nach Hamburg fahren."
Ich konnte sie ja schließlich nicht festhalten.

Wieder vergingen einige Tage, als sich mal wieder die Maja aus dem 3.Stock bei mir meldete. Sie erkundigte sich bei mir, wie es denn meinem Mann geht und ob alles in Ordnung sei ? Ihre seltsame Fragestellung kam mir seltsam vor und ich fragte sie warum sie sich danach erkundigt.
"Ich hatte an dich und deinem Mann gedacht und im nächsten Augenblick ging der Fernseher von alleine aus. Ich machte ihn wieder an, aber nichts passierte. Bitte rufe einmal im Krankenhaus an und erkundige dich nach seinem Befinden."
Ich bekam ein Schreck und nahm auch schon im nächsten Augenblick den Telefonhörer in die Hand. Noch erschreckender war die Antwort, die ich vom Krankenhaus erhielt:
" Ihr Mann mußte noch einmal in die OP, es gab Komplikationen, wir mußten ihn operieren und er noch während der OP einen Schlaganfall bekam. Er ist jetzt einseitig gelähmt."
Das war natürlich ein Schock für mich und wie soll ich es meinen Kindern sagen. Aber ich habe schon so vieles in meinem leben gemeistert, dann werde ich dieses auch noch schaffen.
Familie Gerke war wieder mit sich beschäftigt und als ich sie einmal beim Einkaufen traf, fragte ich sie, wie es denn nun mit ihrem Mann sei und ob alles wieder im Lot ist. Überglücklich konnte sie meine Frage bejahen, es sei alles in bester Ordnung und er bleibt auch.
Ich weiß nicht warum, aber ich mußte sie daran erinnern, daß es an ihr liegen würde, ob er bleibt oder ob er wieder weg geht.
"Darüber mache ich mir keine Sorgen ", gab sie mir zur Antwort. Ich nickte ihr zu und drehte meine Hand hin und her, weil mein Gefühl etwas anderes verspürte. Irgend etwas lag in der Luft. Nach einigen Wochen wurde auch mein Mann wieder aus dem Krankenhaus entlassen. Meine Kinder und auch ich mußten mit dieser neuen Situation erst einmal fertig werden und so hatte ich auch keine Zeit mehr für Frau Gerke oder Maja.
Die Zeit verging und es wurde immer schwerer mit meinem unzufriedenen Ehemann auszukommen. Ich versuchte alles mögliche , um ihm zu helfen, er sollte nicht in Selbstmitleid eingehen und so setzte ich mich eines Nachts hin und versuchte wieder durch ein Ritual meinem Mann zu helfen. Er soll den Mut besitzen, mit mir zusammen auf die Strasse zu "gehen", er saß im Rollstuhl und ich auch die Kraft besitze um ihn weiterhin diesen Lebensmut zuzu sprechen. Es waren vielleicht einige Tage, als sich mein Mann nun endlich dazu überreden ließ, doch etwas an die frische Luft zu gehen. Es war geschafft. Er bekam auch mit der Zeit etwas mehr Lebensmut. Meine Kinder und auch ich atmeten wieder auf. Ein fast normales Leben ging weiter.
Auch Frau Gerke kam wieder des öfteren rüber. Und auch Maja kam des öfteren zu uns um nachzu sehen, ob alles in Ordnung sei, oder ob sie uns helfen könnte.
Ich bedankte mich für diese Hilfsbereitschaft, aber bis hierher hatte ich es alleine geschafft und nahm mir vor es auch weiterhin zu schaffen, wenn es auch manchmal schwer fiel, denn die Gesundheit meines Mannes wurde wieder etwas schlechter.
Eines Tages klingelte wieder Frau Gerke bei mir, um mir mitzuteilen, ihr Mann sei wieder weg.
Ich fragte sogleich:
"Warum das denn? Hat er einen Grund angegeben?"
Sie erwiederte:
"Ja, er kann hier nicht mehr atmen. Hier sind zuviel Hexen, er fühlt sich nicht wohl."
"Was meinte er denn damit?"
"Er meint sie und die andere Nachbarin aus dem Nebenhaus , das ist doch auch eine Hexe"
"Ach vielleicht kommt er wieder",
versuchte ich sie zu trösten.
Als sie mir das alles erzählte hatte ich aber nicht das Gefühl, als sei sie sehr traurig darüber. Irgend etwas muß vorgefallen sein und ich ertappte mich bei dem Gedanken, daß ich darüber eventuell pendeln wollte. Ich verdrängte aber wieder diesen Gedanken, denn ich hatte genug mit mir selbst zu tun.
Meinem Mann ging es von Tag zu Tag schlechter. Er bekam wieder einen Herzinfarkt. Ich wollte die Feuerwehr anrufen, aber mein Mann winkte nur ab. Ich zögerte, doch dann machte ich es doch und alarmierte die Feuerwehr. Als diese eintraf mußten sie meinen Mann erst einmal wieder reanimieren, denn er war bereits bewußtlos.
Durch den Alarm der Feuerwehr wurden auch Nachbarn wieder aufmerksam und schauten in meine Wohnung rein, denn die Tür stand offen. Alle wollten helfen, konnten es doch aber nicht. Außerdem war Hilfe schon vor Ort.
Auch Frau Gerke kam nun zu mir rüber und fragte was los sei. Ich gab ihr zu verstehen, daß ich mich später mit ihr unterhalten werde, ich mich jetzt erst einmal um meinen Mann kümmern mußte. Ich konnte ja auch nicht helfen, dazu war die Feuerwehr bzw. der Notarzt inzwischen da, und ich mußte einige Fragen dem Arzt beantworten. Jetzt war auch mein Mann transportfähig und sie brachten ihn wieder einmal ins Krankenhaus.
Als die Feuerwehr abfuhr, kam auch sofort Frau Gerke wieder rüber. Ich sagte ihr, daß ich keine Zeit für sie hätte, da es meinem Mann sehr schlecht geht und ich ins Krankenhaus hinterher fahre.
"Ich werde sie begleiten, denn ich muß ihnen etwas sagen."
Ich packte wieder einmal einige Sachen für meinen Mann zusammen und ging dann zu meinem Auto, Frau Gerke mir hinterher. Auf der Fahrt ins Krankenhaus fragte sie mich:
"Haben sie etwas mit dem Verschwinden meines Mannes zu tun?"
Ich fragte sie nur, ob sie noch normal wäre und wie sie darauf kommen würde.
"Ja nicht nur sie haben Kräfte, auch ich kann einiges und ich habe gesagt, wenn sie mit dem Verschwinden meines Mannes etwas zu tun haben, dann soll ihr Mann nicht mehr lebend aus dem Krankenhaus kommen."
Ich war wütend und ärgerlich und wußte in diesem Augenblich nicht mehr , wie ich handeln soll. Ich fuhr einfach weiter ins Krankenhaus. "Frau Gerke sie sind ganz schön durchgeknallt, warum sollte ich mit dem Verschwinden ihres Mannes etwas zu tun haben? Was hätte ich davon und außerdem überlegen sie mal, erst hole ich ihn wieder zurück und anschließend lasse ich ihn wieder verschwinden. Finden sie das nicht auch albern?"
"Deshalb komme ich ja jetzt mit ins Krankenhaus, um mich davon zu überzeugen, daß ihr Mann überlebt."
Im Krankenhaus angekommen, bekam ich die Auskunft, daß es meinem Mann sehr schlecht geht und er jetzt auf der Intensivstation liegen würde. Ich meldete mich dort an und wollte zu ihm. Die Krankenschwester allerdings hielt mich zurück mit den Worten:
"Sie können jetzt nicht zu ihrem Mann, er hat ein starkes Mittel bekommen und ist nicht in der Lage mit ihnen zu reden."
Ich wollte mich aber nicht so einfach wegschicken lassen, auch schon deshalb um zu sehen, ob mein Mann diese Nacht überleben würde. Ich hatte zwar mit dem Verschwinden von Herrn Gerke nichts zu tun, aber alleine ihre Antworten mir gegenüber machten mir langsam Angst.
Weil ich nun darauf bestand meinen Mann zu sehen, holte diese Krankenschwester einen Arzt, der mir dann erlaubte zwei Minuten meinen Mann zu sehen.
"Ich will ihn auch sehen", rief Frau Gerke dem Arzt entgegen."Und wer sind sie bitteschön, wenn ich fragen darf, sind sie mit diesem Mann verwandt?", fragte dieser Arzt nun schnippig Frau Gerke.
"Nein er ist nur mein Nachbar, trotzdem lege ich Wert darauf ihn zu sehen, um mich zu überzeugen, wie es ihm geht."
"Das muß ich ihnen leider verbieten, wenn sie wissen wollen , wie es ihrem Nachbarn geht, fragen sie seine Ehefrau."
Die Krankenschwester zeigte mir dann das Zimmer in dem er lag und ich konnte dieses Wortgefecht zwischen Frau Gerke und dem Arzt nicht mehr weiterverfolgen.
Ich war kaum bei meinem Mann am Bett, ging die Tür auf und Frau Gerke stürmte hinein. Für ihr Benehmen hätte ich ihr am liebsten eine runtergehauen, aber ich wußte ja wie man sich im Krankenhaus zu benehmen hat. Aber ihre Frechheit ging noch weiter, denn sie sprach meinen Mann laut an und fragte:
"Na wie fühlen sie sich, können sie mir sagen, wielange sie nach ihrer Meinung hier bleiben müssen?"
Mein Mann schaute sie mit verschleiertem Blick an und schrie um Hilfe. Der Arzt und auch die Krankenschwester kamen ins Zimmer gerannt. Beide schauten uns an und meinten: "Bitte verlassen sie sofort das Zimmer, der Patient braucht unbedingt Ruhe."
Am nächsten Morgen traf ich wieder Frau Gerke und sie fragte mich sofort, ob mein Mann noch leben würde. "Ich muß sie enttäuschen , Frau Gerke, er lebt noch, denn ich habe mit dem Verschwinden ihres Mannes nichts zu tun."
"Jetzt hören sie mir mal zu, erwiederte Frau Gerke, derjenige der mit dem Verschwinden meines Mannes zu tun hat wird nicht mehr lange in diesem Haus bleiben."
Ich zuckte die Schultern und ging meiner Wege. Nach einigen Tagen traf ich wieder Maja und erzählte ihr von diesem seltsamen Gespräch zwischen mir und Frau Gerke und wie sie sich im Krankenhaus aufgeführt hatte. Ich sah Angst in ihren Augen und fragte sie , was sie so beängstigt?
"Ich wollte dir gerade mitteilen, daß ich in drei Wochen hier ausziehe, aber bitte sage noch nichts der Gerke." Jetzt stand ich mit großen Augen da und wußte nicht was das alles zu bedeuten hatte.
Anfangs saßen wir alle nett beisammen und hatten unseren Spaß und nun sollte sich das Blatt wenden? Warum? Was war jetzt hier geschehen?
Ohne das ich etwas sagte, bekam Frau Gerke von den bevorstehenden Umzug von Maja zu hören. Andere Mieter wußten es schließlich auch und teilten dies bei einem Plausch ihr mit.
Dann eines Tages klingelte es mal wieder an meiner Wohnungstür und Frau Gerke stand davor.
"Darf ich mal reinkommen, ich möchte sie vor Maja warnen?
Nein, dürfen sie nicht, erwiederte ich, denn ich hatte keine Lust irgendwelche Intrigen mitzu spinnen und knallte einfach die Türe zu.
Maja zog aus und ich sprach kein Wort mehr mit Frau Gerke.

Meinem Mann ging es den Umständen entsprechend wieder gut und kam auch wieder nach Hause. Ich schaute mal wieder nach langer Zeit in den Faxclub rein und fragte an, was es denn nun Neues geben würde. Es gab so einiges, denn jetzt hatte man den Club aufgeteilt. Je nach Interessengebiet. Es klang ganz interessant und ich fragte mit meinem nächsten Fax an, ob es schon eine esoterische Ecke geben würde.
Elvira faxte auch gleich wieder zurück und bot mir an, diese Ecke zu leiten. Warum nicht, ich sagte zu und stand mit meinem Wissen für jeden zur Verfügung.
Bei mir klingelte nur noch das Telefon. Weil sich Frau Gerke durch mein Telefonklingeln gestört fühlte, weil mein Telefon im Flur stand, schaffte ich mir eine zweite Telefonnummer an, die ich dann in ein anderes Zimmer verlegen ließ.
Andere Faxteilnehmer, die nicht an Esoterik interessiert waren, meinten ich soll doch mit meinem Wahn einen eigenen Club gründen und diesen Faxclub sauber halten. Ich hatte dies zwar nicht ganz verstanden, aber ich fand diese Idee auch nicht schlecht. Ich verabschiedete mich ordnungsgemäß aus diesem Club und gründete ab sofort meinen eigenen esoterischen Fax -Club.
Die Clubleiterin kam gleich mit und übergab ihren Club einen anderen. Auch Ilka und diverse andere kamen in meinen Club. So schnell kommt man zu einem Club. Wieder gingen die Faxe nur so hin und her, quer durch Deutschland.
Ilka meinte, ob ich nicht noch mehr esoterisch interessierte Menschen für den Club bekommen könnte. Ich überlegte und setzte eine Anzeige in den Videotext. Daraufhin kamen wieder sehr viele Faxe.
Es war sehr interessant und viele berichteten von ihren Erfahrungen und wie sie dazu gekommen waren.
Ich erzählte dies alles meiner Mutter, die aber nur zu mir meinte, "Laß mich mit deiner Esoterik in Ruhe."
Na gut wenn sie nicht will.
Jetzt hatte ich einen Club, aber dieser Club hatte noch keinen Namen. Jeder sollte nun einen Namen vorschlagen und ihn mir zufaxen. Dann wurde ausgewählt. Der Name der die meisten Stimmen erhällt, sollte der Name von diesem Club sein. Die Mehrheit stimmt für den Namen " MAGICA "
Auch mir gefiel dieser Name sehr gut.

Mit einigen Mitgliedern hatte ich auch einen sehr regen Schriftverkehr. Wir tauschten Erfahrungen aus und diskutierten schriftlich über dies und das, aus dem esoterischen Bereich.
Doch dann wollten einige Wissen mit welchen Mächten ich arbeite und wie so ein Ritual abgehalten wird. Ich dachte mir nichts schlimmes dabei und so gab ich mein Wissen weiter. Denn dazu sollte ja auch der Club dienen, nicht nur um Erfahrungen auszutauschen, sondern auch um etwas Neues zu Lernen.
Ein Mitglied nahm es zu genau, verwandelte meine gute Magie in etwas Böses um und schickte es mir. Natürlich hätte ich soetwas auch in meinen Karten gesehen, wenn ich sie mir darüber gelegt hätte, oder ich über diese Person mir per Kartenblatt mehr Informationen geholt hätte, aber zu dieser Zeit setzte ich Vertrauen in jede Person, die mit mir Kontakt hatte.
Manchmal kann man eben nicht so schlecht denken, wie Andere handeln. Ich hatte jedenfalls eine Magie abbekommen und mir ging es dementsprechend sehr schlecht. Meinen Zustand schilderte ich Ilka in Hamburg, denn auch zu ihr hatte ich Vertrauen. Sie jedoch ließ durchblicken, daß auch sie etwas gegen mich abgeschickt hatte. Ja, aus Fehlern lernt man und so mußte auch ich hier hartes bzw. schmerzvolles " Lehrgeld " bezahlen. Aber nicht genug, daß sie mir etwas böses wünschten, sie schilderten auch diesen Vorfall anderen Mitgliedern gegenüber. Das hatte dann Zufolge, daß einige wieder aus dem Club austraten. Einfach nur , weil sie Angst hatten und nicht so schmerzvoll rumliegen wollten , wie ich.
Doch auch diese Zeit verging und ich konnte mich wieder um meinen Club kümmern.Ich machte den Vorschlag, wie es denn wäre, wenn wir uns auch mal persönlich kennenlernen würden, da alle Mitglieder in ganz Deutschland verteilt waren. Begeisterung war die Antwort auf meine Anfrage.Jetzt hieß es für mich planen, denn nicht alle hatten zur selben Zeit Urlaub oder konnten sich am selben Wochenende frei nehmen.Die Zeit verging und ich hatte einen Termin gefunden, bei dem auch sehr viele zugesagt hatten.Nun saßen einige meiner Mitglieder in meiner Wohnung. Erstes beschnuppern " war nicht ausgeschlossen, aber ich muß an dieser Stelle hinzufügen, daß alle Anwesenden eine freundliche Ausstrahlung hatten und somit ein schnelles freundliches Beisammensein gewährleistet war.
Wir unterhielten uns über die gesammte Palette der Esoterik. Einige von ihnen berichteten auch von ihren Erlebnissen und so blieb es nicht aus, daß auch ich etwas erzählen sollte. Viele wollten nun erfahren, wie man richtig pendelt und wie man damit umgeht. Zunächst gab ich einige Erklärungen ab und während ich noch erzählte, waren einige schon ungeduldig und wollten dieses auch ausprobieren. Ich hatte es mir fast gedacht und für diesen Zweck einige Pendel besorgt, die ich nun weiterverkaufen konnte. Nun saßen alle, es waren ca. 15 Personen , mit einem Pendel in der Hand am Tisch und lauschten meinen Anweisungen...

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